SACRO MONTE D'ORTA

Der Sacro Monte auf dem Gipfel einer panoramareichen Anhöhe am Ortasee fügt sich exemplarisch in die Umgebung ein. Der Wald, die Vielfalt der architektonischen und dekorativen Stile, die zauberhafte Aussicht auf den See sind Elemente, die diesen Ort zu einer einzigartigen Stätte machen, die von einem Gefühl der Sammlung und des Gleichgewichts durchdrungen ist.


Der Sacro Monte di Orta ist dem Heiligen Franz von Assisi gewidmet, und jede der zwanzig Kapellen stellt Episoden aus dem Leben des Heiligen dar, das als ähnlich dem Leben Jesu verstanden wird. Gerade dass dieser Heilige Berg einem Heiligen und nicht Christus oder der Madonna gewidmet ist, unterscheidet ihn von den anderen. Die Andachtsstätte wurde als Nacheiferung des nahe gelegenen Sacro Monte di Varallo ab dem Ende des 16. Jahrhunderts auf Initiative des Abts Amico Canobio aus Novara errichtet. Die Umsetzung wurde dem Kapuzinerpater Cleto da Castelletto Ticino anvertraut, der von Anfang an sorgfältig die Eingliederung der architektonischen Elemente in die natürliche Landschaftsumgebung plante.

Der Bau der Kapellen, die in einem spiralförmigen Weg aufeinander folgen, zog sich über ein Jahrhundert lang hin und macht den Gang auch zu einer Möglichkeit, verschiedene Architekturstile zu erkenne: von der Spätrenaissance über das Barock in der Mitte des 17. Jahrhunderts bis zum Rokoko in den Gebäuden, die am Übergang vom 17. zum 18. Jahrhundert entstanden.


Die Innendekoration ist reich an Statuen und Fresken, die das Leben des Heiligen Franziskus erzählen und sich durch den Realismus ihrer Figuren auszeichnen. An der Umsetzung waren große Künstler wie Cristoforo Prestinari, Dionigi Bussola, die Fiammenghini, die Brüder Righi und viele andere beteiligt.

Der Andachtsweg endet mit der Kirche San Nicolao, einem frühromanischen Gebäude, das im 17. Jahrhundert als Imitation der Basilica Inferiore, der Unterkirche in Assisi vollständig umgestaltet wurde.

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FIRST CHAPEL



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